„Hrabanus Maurus und Kunst unserer Zeit“
Dauer: 25. Mai bis 1. Juli 2007
Eröffnung der Ausstellung: am Mittwoch, 25. Mai 2007 um 19 Uhr
Öffnungszeiten: Do, Fr, 17 - 21 Uhr – Sa, So und Feiertag 15 - 20 Uhr
Das neunte Jahrhundert. Die Zeugnisse der Antike liegen in Scherben, Armut und Verwilderung prägen dieses Land jenseits der Alpen, in dem es tagsüber nicht wärmer werden kann als in Tibernächten unter römischem Mond. Unter dem Patronat Karls des Großen beginnen Mönche des Benediktinerordens mit dem Flickwerk der Rekultivierung.
Alkuin kam auf den Ruf Karls den Großen aus York, während der spätere Hrabanus, der Lieblingsschüler Alkuins, bereits auf heimischem Boden erzogen worden war, ausgebildet an der Aachener Hofschule des Charlemagne. Hier wurden die Grundsteine Europas im Benehmen mit Rom gelegt. Hrabanus, ein „Praeceptor Germaniae“ schuf in Wort und Zeichen, Zeichen und Bild, und im Zeichen als Bild, in Restaurierung und Rekonstruktion die Grundlagen für Humanismus und Rechtspflege, Glauben und Verwaltung. Figurengedichte, wie sie Hrabanus geschaffen hat, sind uns am ehesten geläufig in der typischsten Form eines religiösen Textes in Kreuzform. In diese frühe
Auseinandersetzung mit der Frage des „litteralen“ Bildes, respektive des „alle-
gorischen“ Zeichens spielt auch die damals brisante Frage des Bilderverbots. Es ist sofort einsichtig, dass genau diese Dialektiken für uns heute von größtem
Interesse sind – in ästhetischer, politischer und religiöser Hinsicht. Die Ausstellung “Hrabanus Maurus und Kunst unserer Zeit” wurde initiiert von der Erzabtei St. Ottilien und war im Jahr 2006 anlässlich des 1150. Todesjahres Hrabanus in der Galerie Sankt Ottilien und im Bonifatiushaus, Fulda, zu sehen. 2007 folgen Ausstellungen an drei weiteren Orten mit einerjeweils unterschiedlichen Auswahl an Exponaten: im Haus am Dom in Frankfurt, der Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey und in der whiteBOX, München. In Frankfurt im Haus am Dom war zum Jubiläum des Akademischen Zentrums Rabanus Maurus die Ausstellung vom 20. Januar bis zum 20. März zu sehen. Die Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey zeigt die Ausstellung im Kreuzgang des Benediktinerklosters seit dem 25. März bis zum 20. Mai. Die whiteBOX bietet in der Laufzeit der Ausstellung vom 25. Mai bis zum 1. Juli themenbezogen zusätzlich eine Reihe von Veranstaltungen an: Vorträge, Führungen, ein Workshop zur Buchmalerei und zwei Konzerte. Mitwirkende Künstler: Barbara Bernrieder, Heinz Butz, Charles Crodel, Ugo Dossi, Eugen Gomringer, Franz Hämmerle, Jozef Melichercik, Markus Stangl, Jörg Schwarzenbach, Eva Schöffel, Gotlind Timmermanns, Wenzel Ziersch.
Workshops / Events / Vorträge:
Fr., 1. Juni, 19.30 Uhr
Vortrag: Erzabt Jeremias Schröder (OSB)
„Kulturschaffende aus Versehen:
das abendländische Mönchtum und die
spannenden Gründe unserer Kultur“
Sa., 16. Juni, 10 bis 17 Uhr
Workshop: “Schreiben wie Hrabanus”, Referent: Jörg Schwarzenbach
Anmeldung: 089 / 40 99 33
info@joergschwarzenbach.de
7. und 8. Juni, 20.30 Uhr:
Inudia: K. Feldmann, voc, M. Falk, perc, Th. Etschmann, git; Klassische Kompositionen, neu arrangiert: De Falla, Purcell, Dowland, Fouré
22. und 23. Juni, 20.30 Uhr
Soundpulsation: Schubert, Bartók, Dvorák,
Purcell, Monteverdi mit K. Feldmann, voc, M. Falk, perc, Th. Etschmann, git, R. Janotta, cl, S. Faller, bs