Donalds Pfannkuchenstapel, die überdimensionalen Plastiklöffel, die so leichthin, schwerelos den Ahornsirup schlotzten. Und Kater Karlos Mundgeruch, der roch nach Bettdecke. Es war das Paradies, im Bett bleiben zu dürfen, man verkroch sich bei Tick, Trick und Track in diesen Entenmöbeln. Erkältet in Entenhausen, hustete man schon überzeugender.
Das Auto, die Möbel, die Pfannkuchen und Daisys Schuhe, alles war aus demselben paradiesischen Knubbelstoff. Jeder kennt das. Wie lange gibt es diese Formen des Second Life schon? Diese Welten, Jules Vernes, die griechischen Heldensagen, Fix und Foxi, Sigurd, Tibor und Kassim, und die vorweihnachtliche Grippe – das Paradies.
Und immer wieder die Enten und die Mäuse. The Mighty Maus. Speedy Gonzales. Die Maus hat die Macht, sie steuert den PC und sie ist dem Kater weit überlegen. Und Tom und Jerry haben das ewige Leben. Und die Enten mit den Wagenräderaugen? Man kennt die Menschen mit den traurig lächerlichen Entenschnuten, oder? Diese Kombination war und ist unschlagbar.
Walt Disney war ein instinktsicherer Mythologe. Deswegen ist die Eroberung der Kunstszene heute durch die Lachhafte, durch die Königin der Lächerlichkeit, die Ente absolut konsequent und lange überfällig. Sie ist und schon hört man ihr Gequake im duckosophischen Quartett, sie ist der wahre Ambassador des Lachhaften, sie ist der tausendfach multiplizierte Klon, der die Kunstwelt heute bevölkert. Es quakt allerorten!
Die Duckophonie des Kunsttalks. Der Schnutenschnabel ist das Maß aller Dinge, ihm entweicht das ästhetische Quaken, er war schon immer der Hintergrund aller
später auf das Humane umkopierter Kunst. Aber nun ist die Welt der Schönen Künste restauriert, die größten Werke sind freigelegt, die Schichten des Humanismus abgekratzt. Dürers betende Hände gehören wieder ihrer Ente. Schließlich halten Atheisten Gott schon lange für eine Ente! Kreuzigungsversionen stehen seltsamer Weise noch aus. Auch Mohamed tauchte noch nicht mit Entenschnabel auf. Aber immerhin wissen wir jetzt, wem die Mona Lisa das Geheimnisvolle ihres Lächelns verdankt. Es liegt darunter. Es ist die Magie des darunter liegenden Dämlichen, der durchscheinende Entenschnabel, die augenzwinkernde Ironie des lachhaften Seins der Frau an sich.
Ja Leute, da ergibt sich jede Menge provokante Pikanterie! Do the Duck-Walk, get to the whiteBOX! Don´t worry, be ducky! Duckomenta ist die natürlichste Ausstellung der Welt, sie sieht so aus wie ihr der Schnabel gewachsen ist.